Dienstag, 22. Dezember 2015
21. Dezember 2015
Gestern haben wir endlich wieder etwas gemacht, was wir ewig nicht mehr hatten: Stangenarbeit! L. hat uns einen 3er und einen 2er im Trab aufgebaut. Gretl hat da richtig Spaß dran, die zieht vorher an und dann gehen die Öhrchen vor und ab geht’s. Das ist aber auch sehr anstrengend, hat sie mir direkt widergespielt. Aber fangen wir mal am Anfang an, morgens hat mir meine Beste geschrieben. Mein Pferd hat ihres erwischt, die stehen ja nebeneinander auf dem Paddock. Gretl ist super dominant, Sweety die Leitstute der Herde. Die stehen beabsichtigt so, dass sie sich kennen lernen. Beim Rausbringen hat irgendjemand sie zu zweit genommen, das ging an der Ecke schief. Gretl hat die Schulter getroffen, aber Sweety hat sich nur kurz einlaufen müssen und dann war es gut. Hoffentlich klären die das auf der Wiese flott und dann haben wir Ruhe!

Als wir am Stall ankamen herrschte auf dem Paddock Ruhe mit den beiden. Wir haben dann flott abgeäppelt und Gretl ist sogar recht fleißig mit mir vom Paddock spaziert. Ich habe sie gemütlich geputzt und das gefällt ihr ja auch immer so gut. Sie hat sich quasi überall genüsslich vor gestreckt, wo ich sie massiert habe. Dann haben wir gesattelt und auf in die Halle. Die Stangen aufgebaut, einmal den Dreier und einmal den Zweier. Gretl ist dann im Schritt vorwärts marschiert als gäbe es kein Morgen mehr. Ich war wirklich überrascht, aber das mochte sie bisher immer. Im Schritt haben wir dann direkt den Zweier zweimal abgebaut. Daraufhin meinte ich: Schaffen wir 5x drüber ohne es abzubauen bekommt ihr einen Sekt!

Nach dem Antraben haben wir auch nichts mehr abgebaut, im Trab hat die Maus es einfach drauf. Wobei sie momentan total Probleme mit der äußeren Begrenzung hat. Sie drückt sich so massiv nach außen das Zirkel wieder unmöglich werden. Sie will sich immer am inneren Zügel orientieren und der soll sie ja eigentlich nur stellen. Daran werde ich heute dann im Unterricht mit Nicole wohl noch arbeiten. Insgesamt war sie eher zu flott, der Gang war also wirklich drin. Zwei Mal ist sie mir wieder abgehauen, wo sie so hin möchte. Auch wenn es nicht die feine, englische Art ist: Ich habe einfach mit der Gerte auf die Schulter gehauen, das Bein rein und mit dem Zügel gegen gehalten. Das ist nicht die Unwissenheit oder nicht können, das ist: Ich will das nicht. Und da habe ich ehrlich gesagt keine Lust drauf, es wird dahin gegangen, wo ich es sage. Punkt. Da habe ich keine Diskussionen mit ihr, das lasse ich nicht durch gehen. Sonst entscheidet sie demnächst immer. Allerdings habe ich mittlerweile auch raus, wann es Bockigkeit ist oder wann es wirklich „nicht können“ ist. Wenn es nicht können ist reite ich weiter sanft, wiederhole die Übung und versuche sie vermehrt mit den Hilfen einzurahmen, wenn es klappt lobe ich sie und mache etwas anderes und das ganze später oder am anderen Tag noch einmal.

Gestern war sie am Ende schön locker, ziemlich geschwitzt und ich dafür sehr zufrieden. L. hat ein paar sehr dunkle Videos gemacht, aber Gretl sah schon recht nett aus. Die Nase war leider oftmals in der Senkrechten, ich versuche sie eher etwas davor zu reiten. Sie neigt ja leider dazu die Nase dann hinter die Senkrechte zu ziehen und dann vorne so stampfig zu werden. Ich bin gespannt auf heute und Gretl ist hoffentlich motiviert, gestern hat sie auch in die Halle geäppelt und abgeschnaubt am Ende. Also eigentlich alles ganz gute Zeichen!

Außerdem war sie ganz elfisch und hat einmal ein wenig den Kasper raushängen lassen und ist losgaloppiert bei den Stangen!


Ihre Kräuter scheint sie auch zu essen nur das Mineralfutter ist ihr nicht so, habe gestern Abend alles mal eingeweicht. Vielleicht klappt es ja, es gibt das Mineralfutter demnächst eh abends mit den Kräuterin. Das Zeolith gebe ich dann alleine, sobald endlich mal die doofen Heucobs ankommen! Und dann muss ich noch zwei Behälter für das Futter finden, halleluja! Notfalls muss ich noch in den Tedi fahren.